Benigne Prostatahyperplasie

  • Definition

    Als Benigne Prostatahyperplasie (BPH) bezeichnet man eine Vergrößerung der Prostata. Die Prostata umgibt die Harnröhre (Urethra), durch die der Urin von der Blase aus dem Körper transportiert wird. Wenn sich die Prostata vergrößert, kann sie auf die Harnröhre drücken und diese teilweise blockieren. In höherem Alter leiden die meisten Männer unter BPH. Symptome zeigen sich bei rund der Hälfte aller Männer über 75.

    BPH verursacht folgende Probleme:

    • Schwierigkeit beim Wasserlassen
    • Verstärkter Harndrang
    • Schwacher Harnstrom
    • Gefühl, dass die Blase nicht vollständig entleert ist
  • Symptome

    Viele Männer mit BPH haben keine oder nur sehr leichte Symptome. Bei kalter Witterung, Einnahme bestimmter Medikamente oder physischem und emotionalem Stress können sich die Symptome verschlimmern.

    Zu den Symptomen gehören Probleme beim Entleeren der Blase oder Schwierigkeiten beim Einhalten des Urins.

    Symptome im Zusammenhang mit der Blasenentleerung sind:

    • Schwierigkeit beim Wasserlassen
    • Schwacher Harnstrom
    • Tröpfeln nach dem Urinieren
    • Gefühl, dass die Blase nicht vollständig entleert ist
    • Häufiges Urinieren
    • Schmerzen beim Urinieren

    Symptome im Zusammenhang mit der Einhaltung sind:

    • Nächtlicher Harndrang
    • Häufiges Urinieren
    • Plötzlicher und unkontrollierbarer Drang zu urinieren
  • Ursachen

    BPH ist ein normaler Teil des Alterungsprozesses beim Mann. Häufig wird sie durch Veränderungen des Hormongleichgewichts verursacht, doch auch Vererbung kann eine Rolle spielen.

  • Risikofaktoren

    Männer über 50 haben ein erhöhtes Risiko für BPH. Wenn in der Familie bereits BPH aufgetreten ist, ist es möglicherweise wahrscheinlicher, dass eine Behandlung erforderlich ist.

  • Vorbereitung auf Ihren Termin

    Bitte rufen Sie sofort einen Arzt an, wenn Sie folgende Symptome haben:

    • Sie sind überhaupt nicht mehr in der Lage zu urinieren
    • Sie haben Schmerzen beim Urinieren in Verbindung mit Fieber über 38 °C, Schüttelfrost oder Gliederschmerzen
    • Sie haben Schmerzen im unteren Rücken, die nicht auf eine Verletzung zurückzuführen sind
    • In Ihrem Urin oder Sperma befindet sich Blut oder Eiter
    • Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, wenn Sie Probleme beim Urinieren haben, die sich über einen Zeitraum mehrerer Wochen entwickelt haben. Wenn die Symptome beim Urinieren nur geringfügig sind und Sie nicht zu sehr stören, können Sie möglicherweise von einem Arztbesuch absehen. Rufen Sie jedoch bitte Ihren Arzt an, wenn sich Ihre Symptome ändern oder verschlimmern.

  • Untersuchungen und Diagnose

    Ihr Arzt möchte sichergehen, dass Ihre Probleme beim Urinieren von BPH verursacht werden und nicht von einer anderen Erkrankung. Dies lässt sich durch eine Überprüfung Ihrer Krankengeschichte, eine physische Untersuchung, einer Urinuntersuchung sowie Bluttests bestimmen.

    Folgende Tests werden häufig durchgeführt:

    • Eine digitale rektale Untersuchung zur Überprüfung der Größe und Festigkeit der Prostata
    • Urinuntersuchung und Urinkultur zur Überprüfung auf eine mögliche Harnwegsinfektion
    • Ein Test auf prostataspezifisches Antigen zur Überprüfung auf Prostatakrebs, da dieser Symptome einer BPH verursachen kann.

    Wenn Sie an mäßigen bis starken Symptomen leiden, können folgende Tests bzw. Untersuchungen durchgeführt werden:

    • Ein Test des Kreatininwerts im Blut zur Überprüfung der Nierenfunktion
    • Restharnbestimmung zur Messung der Menge an Urin, die nach dem Urinieren in der Blase verbleibt
    • Messung des Drucks in der Blase während des Urinierens
    • Zystometrie zur Messung des Drucks, der Kapazität und der Fähigkeit zur Urineinhaltung der Blase.

    Außerdem kann Ihr Arzt eine Ultraschall-, Röntgen- oder CT-Untersuchung Ihrer Blase durchführen. Dies ist jedoch im Allgemeinen nur angezeigt, wenn nach anderen Ursachen für Ihre BPH-Symptome gesucht werden muss.

  • Behandlung und Medikation

    BPH ist nicht heilbar, weshalb sich die Behandlung auf die Reduzierung der Symptome konzentriert. Sie hängt davon ab, wie schwer die Symptome sind, wie sehr sie Sie einschränken und ob Komplikationen auftreten. Diese Fragen werden anhand eines Fragebogens beantwortet, der von der American Urological Association entwickelt wurde.

    Bei nur schwachen Symptomen müssen Sie möglicherweise Ihr Leben ein kleines bisschen ändern, benötigen jedoch keine Medikamente oder Operation.

    Bei mäßigen bis starken Symptomen kann Ihnen Ihr Arzt Medikamente verschreiben. Außerdem kann er eine Operation oder eine weniger invasive Behandlung vorschlagen, beispielsweise eine transurethrale Mikrowellentherapie oder eine transurethrale Nadelablation.

  • Prävention

    Obwohl sich BPH kaum verhindern lässt, gibt es doch einige Möglichkeiten, die Beeinträchtigung Ihrer Lebensqualität zu verringern.

    • Setzen Sie sich beim Urinieren nicht unter Druck.
    • Verteilen Sie Ihre Flüssigkeitsaufnahme gleichmäßig über den Tag und schränken Sie diese nachts ein.
    • Vermeiden Sie nach Möglichkeit Medikamente, die Ihre Symptome verschlimmern.

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